Gebärmutterhalskrebs
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Wie entsteht Gebärmutterhalskrebs? >> mehr
Welche Verbindung besteht zwischen dem humanen Papillomvirus und Gebärmutterhalskrebs? >> mehr
In welchem Alter erkrankt eine Frau gewöhnlich an Gebärmutterhalskrebs? >> mehr
Ist Gebärmutterhalskrebs eine häufige Erkrankung? >> mehr
Wer erkrankt an dieser Krebsart? >> mehr
Wie wird Gebärmutterhalskrebs erkannt? >> mehr
Was passiert, wenn ich einen auffälligen Abstrich habe? >> mehr
Welche Symptome treten bei Gebärmutterhalskrebs auf? >> mehr
Wie wird Gebärmutterhalskrebs behandelt? >> mehr
Welche Folgen kann die Behandlung haben? >> mehr
Wie kann man Krankheiten erkennen, die durch humane Papillomviren verursacht werden? >> mehr
Was ist der Gebärmutterhals?
Der Gebärmutterhals (Zervix) ist das untere Ende der Gebärmutter, das den Gebärmutterkörper mit der Scheide (Vagina) verbindet. Der Gebärmutterhals verändert sich in den einzelnen Lebensphasen der Frau (Pubertät, Geburt, Menopause usw.). Zwischen dem äußeren Teil des Gebärmutterhalses (Ektocervix) und dem inneren Teil (Endocervix) liegt ein sehr empfindlicher Bereich, in dem beide Teile ineinander übergehen. Und genau dort entsteht in den häufigsten Fällen Gebärmutterhalskrebs.
Wie entsteht Gebärmutterhalskrebs?
Im Gegensatz zu anderen Krebsarten ist Gebärmutterhalskrebs nicht erblich bedingt. Diese Krebserkrankung wird durch ein Virus verursacht. Dieses Virus wird als humanes Papillomvirus (HPV) bezeichnet. Diese Viren können Zellen des Gebärmutterhalses krankhaft verändern. Diese können sich dann in einigen Fällen zu Krebs entwickeln.
Es gibt viele Arten humaner Papillomviren. Die meisten sind ungefährlich, andere hingegen sind sehr gefährlich, insbesondere diejenigen, die Gebärmutterhalskrebs verursachen.
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Es gibt viele Arten humaner Papillomviren. Die meisten sind ungefährlich, andere hingegen sind sehr gefährlich, insbesondere diejenigen, die Gebärmutterhalskrebs verursachen.
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Welche Verbindung besteht zwischen dem humanen Papillomvirus und Gebärmutterhalskrebs?
Wenn sich eine Frau mit bestimmten Typen humaner Papillomviren infiziert und der Körper diese Infektion nicht besiegt, können sich die Schleimhautzellen ihres Gebärmutterhalses krankhaft verändern. Werden diese krankhaft veränderten Zellen nicht frühzeitig erkannt, kann daraus Gebärmutterhalskrebs entstehen. In den meisten Fällen verläuft dieser Prozess über Jahre, in selteneren Fällen kann der Gebärmutterhalskrebs aber auch rascher auftreten.
In welchem Alter erkrankt eine Frau gewöhnlich an Gebärmutterhalskrebs?
40 % aller Frauen, bei denen Gebärmutterhalskrebs entdeckt wurde, sind zwischen 35 und 54 Jahren alt. Doch viele wissen nicht, dass sie sich mit dem humanen Papillomvirus bereits als Teenager oder als junge Frau infiziert haben.Ist Gebärmutterhalskrebs eine häufige Erkrankung?
Nach Brustkrebs ist Gebärmutterhalskrebs die zweithäufigste Todesursache bei Krebserkrankungen von Frauen zwischen 15 und 44 Jahren in Europa. Jeden Tag sterben in Europa vierzig Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Diese Zahl war in den letzten Jahren dank Präventivprogrammen wie Screening-Untersuchungen (sog. Pap-Test) rückläufig.In Deutschland werden indes jedes Jahr mehr als 6.000 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert.
Das humane Papillomvirus ist ein Erreger, der nach einer Infektion für den Virusträger oft unbemerkt bleibt. Rund 70 % der sexuell aktiven Menschen begegnet das humane Papillomvirus im Laufe ihres Lebens, da es vornehmlich durch Intimkontakt übertragen wird. In den meisten Fällen besiegt der Körper diese Infektion zwar selbst, aber noch immer sterben in Europa täglich 40 Frauen an Gebärmutterhalskrebs.
Wer erkrankt an dieser Krebsart?
Jede Frau kann erkranken. Rund 70 % aller Frauen kommen im Laufe Ihres Lebens mit dem humanen Papillomvirus in Kontakt. Obwohl 40 % aller Frauen, bei denen Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert wurde, zwischen 35 und 54 Jahre alt sind, sind die meisten Frauen wahrscheinlich bereits im Alter zwischen 16 und 25 Jahren mit dem Virus in Berührung gekommen, da es durch Intimkontakt übertragen wird.Wie wird Gebärmutterhalskrebs erkannt?
Die einzige Möglichkeit, Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu entdecken, ist die Vorsorgeuntersuchung durch einen Abstrich vom Gebärmutterhals. Dieser Abstrich, der auch Pap-Test genannt wird, ist Teil der gynäkologischen Untersuchung. Er dient dazu, krankhaft veränderte Schleimhautzellen des Gebärmutterhalses zu erkennen, bevor diese sich zu Krebs-Vorstufen oder zum Gebärmutterhalskrebs entwickeln können.Was passiert, wenn ich einen auffälligen Abstrich habe?
Wenn die Ergebnisse des Abstrichs vom Gebärmuttehals auffällig sind, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise Nachfolgeuntersuchungen vorschlagen, wie etwa:- einen weiteren Abstrich - um zu prüfen, ob die krankhaft veränderten Zellen am Gebärmutterhals zufällig waren oder immer noch vorhanden sind
- einen Papillomvirus-DNA-Test - um High-risk-Typen des Humanen Papillomvirus zu erkennen, die zu krankhafte Zellveränderungen am Gebärmutterhals führen oder Gebärmutterhalskrebs verursachen können
- eine Kolposkopie - um den Gebärmutterhals genauer auf anormale Veränderungen zu untersuchen
- eine Gewebeprobe (Biopsie) - um Krebsvorstufen zu entdecken
Wenn Ihr Abstrich krankhafte Zellveränderungen aufweist, werden Sie weitere Maßnahmen ergreifen müssen. Am besten konsultieren Sie Ihren Arzt und sprechen mit ihm über alles, was Sie bewegt und was Sie wissen möchten.
Welche Symptome treten bei Gebärmutterhalskrebs auf?
Leider treten bei Gebärmutterhalskrebs Symptome meist erst dann auf, wenn der Krebs bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat.Anzeichen für Gebärmutterhalskrebs können sein:
- Außergewöhnliche Blutungen
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Ungewöhnlicher Ausfluss
- Schmerzen im Beckenbereich
Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, sollten Sie so schnell wie möglich Ihren Arzt aufsuchen. Diese Symptome können aber auch andere Ursachen haben.
Wie wird Gebärmutterhalskrebs behandelt?
Die Entscheidung über die Wahl der Behandlungsmethode sollten Arzt und Patientin gemeinsam auf der Grundlage mehrerer Faktoren treffen, u. a.:- Größe des Krebstumors und Ausbreitung in Abhängigkeit vom Krebsstadium
- Alter der Frau und Gesamtgesundheitszustand
- Wunsch der Patientin
Es gibt keine Behandlungsmöglichkeiten, um das Virus selbst zu bekämpfen. Allein die operative Entfernung krankhaft veränderten Gewebes kann zurzeit verhindern, dass sich die Läsionen am Gebärmutterhals zu einem Gebärmutterhalskrebs entwickeln.
Egal, ob Gebärmutterhals, Scheide oder Vulva von Krebsvorstufen oder Krebs betroffen sind (Krebs der beiden letztgenannten ist deutlich seltener), wird krankhaft verändertes Gewebe operativ entfernt. Die Wahl der Behandlungsmethode hängt für die Patientin überwiegend vom Krankheitsstadium ab.
Bei einem invasiven Krebsstadium ist die Behandlung stets langwierig und schwierig; hier kommen Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie in Frage.
Wenn Sie sich aber regelmäßig durch einen Abstrich auf das humane Papillomvirus untersuchen lassen, können krankhaft veränderte Zellen noch erkannt werden, bevor sie sich zu einer Krebsvorstufe oder Gebärmutterhalskrebs entwickeln.
Die Behandlung von Genitalwarzen beinhaltet die Entfernung der Läsionen (durch Operation oder Verätzung) und die Verwendung spezieller Medikamente. Diese Methoden sind auf kruze Zeit gesehen wirksam, jedoch sind sie häufig mit großen Schmerzen verbunden, in vielen Fällen treten die Genitalwarzen nach kurzer Zeit wieder auf und die Erkrankung bleibt bestehen.
Welche Folgen kann die Behandlung haben?
Weniger invasive Eingriffe zur Entfernung von Krebsvorstufen können später für vorzeitige Wehen verantwortlich sein.Ein auffälliges Abstrich-Ergebnis zu bekommen, ist für die meisten Frauen emotional sehr belastend, insbesondere da sie dann weitere Abstrichergebnisse abwarten müssen.
Sterilität ist eine der Folgen der Behandlung, wenn die Gebärmutter entfernt wurde (Hysterektomie).
Behandlung und Prävention von Gebärmutterhalskrebs
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über das humane Papillomvirus, Gebärmutterhalskrebs und die Vorsorgeuntersuchung (Abstrich). Je früher Veränderungen festgestellt werden, desto wahrscheinlicher kann der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs vorgebeugt werden.Wie kann man Krankheiten erkennen, die durch humane Papillomviren verursacht werden?
Es ist vor allem wichtig, regelmäßige Abstriche durchführen zu lassen. Damit können Sie das Risiko senken, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Diese einfache Untersuchung, die auffällige Zellen an der Gebärmutter erkennen kann, ließ die Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs in Europa und Deutschland drastisch zurückgehen. Die Fälle von Gebärmutterhalskrebs gingen in Deutschland von 38,5 pro 100.000 vor systematischen Screening-Untersuchungen auf heute 12 pro 100.000 zurück.Denn krankhaft veränderte Zellen des Gebärmutterhalses und sogar manche Fälle von Gerbärmutterhalskrebs können erfolgreich behandelt werden, wenn sie frühzeitig vor der Ausbreitung der veränderten Zellen entdeckt werden. Da jede Frau an Gebärmutterhalskrebs erkranken kann, gibt es in Deutschland eine breit angelegte Vorsorgeuntersuchung. Rund 55 % der deutschen Frauen führen jährlich einen Pap-Test durch. Bis zu 65 % aller Frauen zwischen 25 und 54 Jahren lassen mindestens alle zwei Jahre einen Pap-Test vornehmen.
Durch das humane Papillomvirus verursachte krankhafte Veränderungen des Gebärmutterhalses können durch einen Abstrich von Zellen vom Gebärmutterhals, in dem man nach auffällig veränderten Zellen schaut, erkannt werden. Diese Abstriche sind erforderlich, da diese Veränderungen häufig in einem frühen Stadium keine Symptome, Schmerzen oder andere Anzeichen verursachen.
Der Großteil dieser Läsionen geht von selbst zurück. Sollte Ihr Arzt krankhaft veränderte Zellen entdecken, kann er es vorziehen, deren natürliche Entwicklung zunächst zu beobachten, ohne zu intervenieren. Wenn die Läsionen schwerwiegender werden, kann indes eine Entfernung der Zellen notwendig sein.



