Häufige Fragen
Bei den folgenden Fragen geht es um Dinge, die Personen, die sich über humane Papillomviren und ihre Folgen informieren, sich selbst, Freunde, Angehörige oder ihren Arzt fragen könnten.Sehen Sie sich die folgenden Fragen an, und finden Sie heraus, auf welche Sie rasch eine Antwort haben möchten. Sie können die Fragen auch ausdrucken und so Ihren Freunden, Angehörigen und Ihrem Arzt mitteilen, was Sie darüber wissen.
1. Was ist das humane Papillomvirus?
Es gibt über 100 verschiedene Typen des humanen Papillomvirus. Die meisten sind relativ harmlos, wie diejenigen, die Warzen an Händen und Füßen verursachen. Über 40 verschiedene Typen des humanen Papillomvirus können den Genitalbereich befallen. In der Mehrzahl der Fälle wird das körpereigene Immunsystem das Virus bekämpfen. Doch in einigen Fällen kann es Zellveränderungen in der Schleimhaut des Gebärmutterhalses verursachen.2. Welche Typen des Papillomvirus haben ernsthafte Folgen?
Fast 40 verschiedene Typen des humanen Papillomvirus können den Genitalbereich befallen. Manche können Gebärmutterhalskrebs verursachen oder zu krankhaft veränderten Zellen in der Schleimhaut des Gebärmutterhalses führen, die sich manchmal zu Krebs entwickeln. Manche Typen des humanan Papillomvirus können äußerliche Läsionen am Gebärmutterhals auslösen, etwa Erkrankungen der Vulva oder der Scheide, oder sie verursachen Genitalwarzen.3. Wie verbreitet ist das humane Papillomvirus?
Das humane Papillomvirus ist weit verbreitet, wird leicht übertragen und kann gänzlich inaktiv sein. Das humane Papillomvirus betrifft sowohl Männer als auch Frauen, und die meisten Menschen werden wohl einmal in ihrem Leben mit dem Virus in Berührung kommen. Jeder, der eine sexuelle Beziehung mit Intimkontakt mit einem Träger des genitalen Papillomvirus hatte, kann sich angesteckt haben.Ein einziger Partner mit humanem Papillomvirus genügt, um angesteckt zu sein. Man hat herausgefunden, dass sich die meisten Menschen mit dem humanen Papillomvirus bereits in ihrer Jugend anstecken.
4. Woher weiß ich, dass ich mit dem humanen Papillomvirus infiziert bin?
Die meisten Frauen erfahren aufgrund eines auffälligen Abstriches, dass sie mit einem humanen Papillomvirus infiziert sind. Ein Abstrich vom Gebärmutterhals (auch als Pap-Test bekannt) ist Teil einer Routineuntersuchung beim Frauenarzt und trägt dazu bei, Zellveränderungen in der Schleimhaut des Gebärmutterhalses zu erkennen, krankhaft veränderte Schleimhautzellen des Gebärmutterhalses zu erkennen, bevor diese sich zu Krebs-Vorstufen oder zum Gebärmutterhalskrebs entwickeln können. Viele Fälle der Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs (Vorstufe bedeutet, dass es krankhaft veränderte Zellen gibt, die zwar noch nicht kanzerogen sind, sich aber zu Krebs entwickeln können) werden durch das humane Papillomvirus verursacht und können geheilt werden, wenn sie früh entdeckt werden. Deshalb ist es wichtig, dass Sie den Rat Ihres Arztes befolgen und so oft einen Abstrich machen lassen, wie er es für angezeigt erachtet.5. Wie infiziere ich mich mit dem humanen Papillomvirus?
Jeder, der sexuelle Handlungen mit Geschlechtskontakt in irgendeiner Form mit einer HPV-infizierten Person ausführt, kann sich mit einem genitalen Papillomvirus anstecken. Es ist daher möglich, sich anzustecken, ohne Geschlechtsverkehr zu haben. Und da die meisten Menschen, die das Virus haben, keinerlei Anzeichen oder Symptome haben, können sie das Virus übertragen, ohne es zu wissen.6. Was hat Gebärmutterhalskrebs mit dem humanen Papillomvirus zu tun?
Gebärmutterhalskrebs ist nicht erblich bedingt. Gebärmutterhalskrebs wird von bestimmten Typen eines weit verbreiteten Virus, des humanen Papillomvirus, übertragen.7. Wie weit verbreitet ist Gebärmutterhalskrebs?
In Europa ist Gebärmutterhalskrebs die zweithäufigste tödlich verlaufende Krebserkrankung bei jungen Frauen (zwischen 15-44 Jahren). Jeden Tag sterben in Europa 40 Frauen an Gebärmutterhalskrebs.8. Was sind Zellveränderungen am Gebärmutterhals?
Zellveränderungen am Gebärmutterhals, sind Zellen, die sich äußerlich verändert haben. Diese Veränderungen werden häufig als zervikale Dysplasie bezeichnet und lassen sich durch einen Abstrich nachweisen. Je schwerwiegender diese Zellveränderung ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Zervixkarzinom (eine Krebserkrankung des Gebärmutterhalses, kurz: Gebärmutterhalskrebs) entwickeln könnte. In den meisten Fällen kann dieser Prozess über Jahre verlaufen, doch in selteneren Fällen kann ein Zervixkarzinom auch in kürzerer Zeit entstehen.9. Was sind Genitalwarzen?
Genitalwarzen sind hautfarbene Gewächse, die an den äußeren Geschlechtsorganen oder in der Nähe des Anus auftreten. Genitalwarzen können sich sowohl bei Frauen als auch Männern entwickeln. Gleichwohl weniger häufig, können sie auch in der Scheide oder am Gebärmutterhals entstehen und Symptome wie Brennen, Jucken oder Schmerzen hervorrufen. Darüber hinaus wirken sich Genitalwarzen auch stark auf das Gefühlsleben aus und führen zu psychischen Belastungen in neuen oder bestehenden Beziehungen.10. Verursacht das Genital-Papillomvirus andere Krankheiten?
Ja. Bestimmte „High-risk“-Typen des humanen Papillomvirus können andere Krebserkrankungen und Symptome hervorrufen, etwa Vaginal-, Vulva- oder Analkrebs.11. Wie entstehen Genitalwarzen?
Genitalwarzen werden durch bestimmte „Low-risk“-Typen des humanen Papillomvirus verursacht. Die HPV-Typen, die Genitalwarzen verursachen, sind nicht mit den Typen identisch, die Gebärmutterhalskrebs verursachen.12. Was kann ich tun, um das Risiko, an mit dem humanen Papillomvirus assoziierten Krankheiten zu erkranken, zu verringern?
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt - Ihr Arzt ist eine Ihrer besten Informationsquelle.
- Machen Sie Tests - Die Früherkennung krankhafter Veränderungen am Gebährmutterhals ist das A und O. Informieren Sie sich eingehend über Abstriche, die Ihr Leben retten können.
- Lassen Sie sich behandeln - Wenn bei Ihnen eine mit dem humanen Papillomvirus assoziierte Erkrankung festgestellt wurde, sollten Sie mit Ihrem Arzt über geeignete Behandlungsmöglichkeiten sprechen.
- Reden Sie darüber.
13. Steht ein Impfstoff gegen humane Papillomviren zur Verfügung?
Seit Oktober 2006 steht in Deutschland ein Impfstoff gegen 2 High-risk- und 2 „Low-risk“-Typen des humanen Papillomvirus zur Verfügung. Dieser Impfstoff verhindert sowohl den Gebärmutterhalskrebs als auch dessen Vorstufen, Vorstufen des Vaginalkrebses und Genitalwarzen. Für weitere Informationen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.14. Wer berät mich in Sachen Impfung?
Sämtliche Fragen, die Sie bewegen, können Sie mit Ihrem Arzt besprechen. Dort erhalten Sie sachdienliche Informationen.15. Wie wird die Impfung verabreicht?
Um einen möglichst vollständigen Schutz zu erreichen, sind drei Impfungen notwendig.Es sind zusätzliche Informationen verfügbar, um Ihnen das Gespräch mit Ihrem Arzt zu erleichtern und Antworten auf andere Fragen, die Sie vielleicht haben, zu erhalten: Laden Sie sich ein Fact-Sheet herunter, und drucken Sie es aus.
Wenn Sie mehr über das humane Papillomvirus, über auffällige Abstriche, krankhafte Veränderungen am Gebärmutterhals oder andere Folgen einer Infektion mit dem humanen Papillomvirus wissen möchten, dann werfen Sie doch einfach einen Blick auf die anderen Rubriken dieser Website sowie auf die Rubrik Reden Sie mit Ihrem Arzt darüber. Dort erhalten Sie weitere Informationen. Nun, da Sie Bescheid wissen…
Reden Sie mit jemandem darüber!

