Sie müssen eingeloggt sein, um eigene Beiträge einzustellen.


Forum
Befund PAP IIID HPV high Risk
| Autor |
Nachricht |
|
Verfasst am: 22. 07. 09 [14:17]
|
|
expertin
Themenersteller
Dabei seit: 17.10.2006
Beiträge: 57
|
Eine Leserin hinterlies folgende Anfrage:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Leider reihe ich mich nun auch zu den Frauen mit dem Befund PAP IIID HPV high Risk ein.
Ich bin 23 Jahre alt.
Vor einem Jahr ging ich auf Grund einer schweren Blasenentzündung zum Frauenarzt und ließ mich untersuchen. Als meine Blasenentzündung verheilt war, flatterte plötzlich ein Brief in mein Haus mit der Bitte zur Untersuchung zu kommen. Da meine Blasenentzündung jedoch verheilt war bin ich wegen Leichtsinnigkeit, Dummheit und Zeitmangel nicht zur Untersuchung gegangen.
Als ich vor einigen Wochen wieder zur „Routineuntersuchung“ ging kam dann das böse Erwachen. Mein Arzt erklärte mir, dass ich vor einem Jahr einen PAP IIID hatte und führte einen neuen PAP-Test und zusätzlich einen HPV-Test durch.
Das Ergebnis: war wieder PAP IIID mit HPV high Risk. Ich laufe schon seid 1 Jahr unwissend mit einem PAP IIID rum! Muss ich nun sofort unters Messer?
Mein Problem: In dieser Zeit habe ich meinen Partner gewechselt, deshalb kann ich nicht sagen ob ich bei dem ersten PAP IIID-Befund schon HPV hatte. Leider ist es mit meinem neuen Partner nicht so gut gelaufen und wir haben ebenfalls beschlossen uns zu trennen.
Ich möchte so verantwortungsvoll wie es nur geht mit meiner Krankheit umgehen. Auf keine Fall will ich noch eine weitere Person damit anstecken. Wie ich das gelesen habe wird dieser Virus immer im Körper bleiben wenn man ihn hat. Solange der Virus aktiv ist werde ich wohl hochansteckend sein, kann ich den Virus jedoch auch übertragen wenn er nichtmehr aktiv ist?
Seid 4 Jahren nehme ich die Pille, sollte ich diese nun lieber absetzen?
Ist es ratsam keine Tampons mehr zu benutzen?
Was kann ich dagegen tun um meinen Körper dabei zu unterstützen sich selbst zu heilen?
Ich habe so große Angst vor einer Operation und will die wenn es möglich ist umgehen.
Ich habe gelesen, dass eine HPV-Impfung zu 30% hilft wenn man sie als Therapie bei HPV einsetzt. Stimmt das?
Ich wäre Ihnen mit Dank verbunden wenn Sie mir meine vielen Fragen beantworten könnten
Grüße
Lili
|
|
Verfasst am: 25. 08. 09 [08:30]
|
|
expertin
Themenersteller
Dabei seit: 17.10.2006
Beiträge: 57
|
Unsere Expertin schreibt:
Ein Großteil der Frauen heilt innerhalb 12-18 Monaten die HPV Infektion aus. Man sollte also zuerst kontrollieren, ob der HPV noch positiv ist. Falls ja sollten Sie zur Kolposkopie und Probenentnahme in eine Dysplasiesprechstunde überwiesen werden oder Ihr Frauenarzt hat die Ausbildung und kann es selbst machen. Falls bereits eine schwere Veränderung in der Probe vorliegt sollten sie operiert werden, sonst kann man weiter abwarten.
Sie sind derzeit ansteckend, deshalb ist Verkehr mit neuem Partner mit Kondomen sinnvoll, obwohl auch das kein kompletter Schutz ist.
Die Pille können Sie weiter nehmen, Tampons auch.
Die Infektion ist nicht therapeutisch, gegen die jetzige Läsion hilft sie nicht, nur gegen andre Virustypen und warscheinlich Wiederanstekung, wenn diese Infektion ausheilen sollte.
Alles Gute
M. Hampl
|
